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Ratgeber

CW- und UW-Profile: Unterschied und Einsatz im Trockenbau

Aktualisiert am

CW-Profile sind die senkrechten Ständer, UW-Profile die Anschlüsse an Boden und Decke. Was UA, CD und UD tun, welche Breiten üblich sind und wie die Profile zusammenpassen.

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Die Profile im Überblick

Metallprofile im Trockenbau sind genormte Stahlprofile. Die Buchstaben verraten Form und Aufgabe: C bedeutet C-Profil, U bedeutet U-Profil, W steht für Wand, D für Decke und A für Aussteifung.

ProfilWoAufgabe
UWWandAnschlussprofil an Boden und Decke, nimmt die CW-Profile auf
CWWandsenkrechter Ständer, trägt die Platten
UAWandverstärktes Aussteifungsprofil, zum Beispiel für Türöffnungen
UDDeckeAnschlussprofil an der Wand für die Deckenunterkonstruktion
CDDeckeTragprofil, wird in UD eingehängt, darauf werden die Deckenplatten geschraubt

Wandprofile: UW, CW und UA

Beim Bau einer Ständerwand beginnen Sie mit den UW-Profilen: Boden zuerst, dann Decke, mit Nageldübeln im Abstand von höchstens 1 m. Auf ihre Rückseite kommt Dichtungsband. Das gleicht Unebenheiten aus und dichtet gegen Schall und Wärme. Danach stellen Sie die CW-Profile ein. Der Ständer an der Seitenwand wird mit Dichtungsband beklebt und an der Wand verschraubt. Alle anderen stehen unverschraubt, die Öffnungen zeigen in dieselbe Richtung. Sie stecken etwa 20 mm tief im Deckenprofil.

Der übliche Achsabstand der Ständer ist 625 mm. Das ist genau die halbe Plattenbreite von 1.250 mm. Plattenstöße liegen dadurch mittig auf einem Ständer, und eine Platte liegt immer auf mindestens drei Ständern auf. Dieses Maß ist in der Praxis üblich, bei Besonderheiten gilt die Herstellerangabe. An der Türöffnung stehen links und rechts stabile Türständer (UA) und oben ein waagerechter Sturz. Zum Kürzen reicht eine Blechschere oder Metallsäge.

Breiten und Wandstärke

Die Zahl hinter dem Profilnamen nennt die Breite in Millimetern, üblich sind 50, 75 und 100. Die fertige Wandstärke ergibt sich aus Profilbreite plus Plattenlagen beider Seiten. Ein Beispiel aus einer Herstellerangabe: Eine Wand mit CW 50 und zwei Lagen Platten je Seite ist 100 mm dick (50 + 4 × 12,5 mm). Mit CW 75 und einer Lage je Seite sind es 100 mm.

ProfilbreiteEine Lage 12,5 mm je SeiteZwei Lagen je Seite
CW 5075 mm100 mm
CW 75100 mm125 mm
CW 100125 mm150 mm

Je breiter das Profil, desto mehr Platz haben Dämmung und Leitungen, und desto höher darf die Wand in der Regel werden. Die zulässigen Höhen stehen in den Tabellen der Hersteller und hängen von Profil, Beplankung und Abstand ab. Für hohe Wände prüfen Sie diese Tabelle, bevor Sie bestellen. Mehr zur Planung im Trockenbauwand-Rechner.

Deckenprofile: UD und CD

An der Wand umlaufend wird das UD-Profil befestigt. In dieses UD-Profil hängen Sie die CD-Profile ein; sie bilden die Ebene, an der die Deckenplatten verschraubt werden. Die CD-Profile hängen an Abhängern von der Rohdecke. Abstände der CD-Profile, Abhängerzahl und zulässige Last bestimmt die Montageanleitung des Plattenherstellers, abhängig von Plattendicke und Gewicht. Eine abgehängte Decke bauen Sie nur zu zweit.

Schallschutz und Feuchte: Auf Details achten

Wo die Wand Schall dämmen soll, gelten Zusatzregeln. Das Dichtungsband soll mindestens 3 mm dick sein, und die Profile werden zu den angrenzenden Bauteilen beidseitig mit spritzbarem Dichtstoff abgedichtet. Die Hohlraumdämmung wird dicht gestoßen und rutschsicher eingebaut. Schrauben setzen Sie mindestens 5 mm vom Profilsteg entfernt. Kabeldurchführungen, Kabelkanäle und durchlaufende Fensterbänke sind Schallnebenwege und sollten vermieden oder sorgfältig geplant werden.

In Bad, Küche und anderen Feuchträumen sind korrosionsgeschützte Profile vorgesehen. Prüfen Sie beim Kauf die Beschichtung.

Metall oder Holz?

Ständerwerk kann auch aus Holz bestehen. Metallprofile sind maßhaltig, lassen sich mit der Blechschere kürzen und arbeiten nicht. Bei Holz muss die Restfeuchte niedrig sein (genannt wird höchstens 8 %), und beim Verspachteln wird immer ein Bewehrungsstreifen empfohlen, weil Holz arbeitet. Für eine Mietwohnung und sauberen Rückbau ist Metall die gängige Wahl.

Häufige Fehler

Passend zum Bedarf

Ständerwand CW 75

Worauf achten: CW- und UW-Profile 75 mm, verzinkt, in Raumhöhe plus etwas Länge; zusätzlich UA-Profile für Türen

Übliche Preisspanne: 30–70 €

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Dichtung für Profile

Worauf achten: Trennwand-Dichtungsband selbstklebend, mindestens 3 mm dick, Breite passend zur Profilbreite

Übliche Preisspanne: 5–12 €

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Abgehängte Decke

Worauf achten: UD- und CD-Profile, Abhänger und Verbinder passend zum System; Herstellertabelle für Abstände

Übliche Preisspanne: 40–120 €

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Befestigung am Boden

Worauf achten: Nageldübel 6 mm für Beton und Estrich oder, bei Fußbodenheizung, doppelseitiges Klebeband bzw. Montagekleber

Übliche Preisspanne: 8–20 €

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen CW und UW?

CW sind die senkrechten Ständer, UW die waagerechten Anschlussprofile an Boden und Decke. Die CW-Profile werden in die UW-Profile gesteckt. Beide müssen dieselbe Breite haben.

Welche Profilbreite brauche ich?

Üblich sind 50, 75 und 100 mm. Mit der Breite steigen Wandstärke und Platz für Dämmung und Leitungen. Welche Wandhöhe mit welcher Profilbreite und Beplankung zulässig ist, steht in der Herstellertabelle.

Was bedeutet UA?

UA ist ein Aussteifungsprofil mit verstärktem Querschnitt. Es wird in Türöffnungen als Türständer links und rechts gesetzt und gibt dem Ständerwerk zusätzliche Stabilität.

Müssen die CW-Profile an den UW-Profilen verschraubt werden?

Nein. Die Ständer werden in die UW-Profile gestellt. Verschraubt wird der Ständer, der an einer Wand endet. Die Platten halten das Gerüst zusammen.

Quellen

  1. Siniat: Trockenbauprofile und Ständerwerk (Funktion von UW, CW, UA, UD, CD)
  2. Siniat: Trennwand aus Gipsplatten selbst bauen (Achsabstand 625 mm, Dübelabstand, Plattenversatz, Materialbedarf je m²)
  3. sanier.de: Trockenbau-Unterkonstruktion (Dichtband, Türöffnung, Klebeband statt Dübel bei Fußbodenheizung)
  4. Siniat: Montageanleitung schalldichte Trockenbauwand (Dichtungsband, Hohlraumdämmung, Schallnebenwege)
  5. Siniat: Schallschutz im Trockenbau (Rechenwerte Rw,R, Bauteildicke)
  6. Siniat: Feuchteschutz im Trockenbau (Feuchtebeanspruchung W1-I bis W3-I, Bad und Dusche)

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