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Ratgeber

Türmaße nach Norm: Zimmertür, Zarge und Rohbauöffnung

Aktualisiert am

Eine Zimmertür mit 860 × 1.985 mm Türblatt braucht eine Maueröffnung von mindestens 875 × 2.000 mm. Die Tabellen zeigen Türblatt, Zargendurchgang und Rohbaumaß im Überblick.

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Vier Maße, die oft verwechselt werden

Wer eine Tür bestellt, begegnet mehreren Maßen. Sie bezeichnen verschiedene Dinge, die sich um wenige Millimeter unterscheiden:

MaßBedeutungBeispiel
Nenngröße des TürblattsBreite und Höhe des Blatts einschließlich Falz; danach wird die Tür bestellt860 × 1.985 mm
ZargendurchgangLichte Öffnung der Zarge, durch die man geht813 × 1.966 mm
Maueröffnung (Rohbaumaß)Öffnung in der Wand, in die die Zarge kommt; mindestens größer als die Zarge außen875 × 2.000 mm
WandstärkeBestimmt die Zargenbreite; mit Putz, Fliesen oder Verkleidung gemessenje nach Wand

In Katalogen und Baumärkten tauchen weitere Begriffe auf, etwa Zargenfalzmaß, Falzaußenmaß oder Rohbaurichtmaß. Gleichen Sie sie immer mit der Maßzeichnung im Datenblatt des Herstellers ab, bevor Sie bestellen.

Normmaße im Überblick (DIN 18101)

Für Türen im Wohnungsbau gibt es genormte Größen nach DIN 18101. Sie folgen einem Grundmodul von 12,5 cm (ein Achtelmeter). Die folgende Zusammenstellung geben wir nach sanier.de wieder; alle Maße in Millimetern.

Türblatt, BreiteZargendurchgang, BreiteMaueröffnung, Breite (Mindestmaß / DIN-Maß)
610563625 / 635
735688750 / 760
860813875 / 885
9859381.000 / 1.010
Türblatt, HöheZargendurchgang, HöheMaueröffnung, Höhe (Mindestmaß / DIN-Maß)
1.9851.9662.000 / 2.005
2.1102.0912.125 / 2.130

Die Breite 610 mm stuft sanier.de als unkomfortabel ein. Als Toleranzen nennt die Quelle 10 mm in der Breite und 5 mm in der Höhe unter den Tabellenwerten; Holzzargen können um 10 mm breiter gebaut werden.

So messen Sie im Rohbau und im Bestand

  1. Breite dreimal messen: unten, auf Schlosshöhe und oben. Der kleinste Wert gilt.
  2. Höhe zweimal messen, von der Oberkante des fertigen Fußbodens bis zur Unterkante der Öffnung. Der kleinere Wert gilt. Liegt der Belag noch nicht, ziehen Sie seine Stärke ab.
  3. Wandstärke sechsmal messen, unten, in der Mitte und oben, auf beiden Seiten der Öffnung. Der höchste Wert bestimmt die Zargenbreite. Rechnen Sie Fliesen oder Verkleidungen ein.
  4. Anschlag festlegen: DIN links oder DIN rechts, siehe unten.

Bei einer eingebauten Tür ist es sicherer, Blatt und Zarge auszubauen und zu messen, weil Futtermaterial verdeckte Maße verfälscht. Im eingebauten Zustand gilt der größte Wert von Breite und Höhe.

Wandstärke und Zargenbreite

Zargen umfassen das Mauerwerk. Die Verstellbreiten sind nach sanier.de von Hersteller zu Hersteller verschieden und nicht genormt. Wählen Sie deshalb eine Zarge, deren Verstellbereich Ihre größte gemessene Wandstärke abdeckt. Der Einbau der Zarge mit Spreizen und Schaum ist im Ratgeber Bauschaum richtig verwenden beschrieben.

Stellen Sie sich vor die geschlossene Tür, die zu Ihnen hin aufgeht. Sehen Sie die Bänder rechts, ist es DIN rechts; liegen die Bänder links, DIN links. Entscheidend ist die Seite der sichtbaren Bänder, nicht die Richtung, in die die Tür aufgeht. Prüfen Sie außerdem, ob die Tür mindestens 90 Grad öffnet und nicht an Schalter, Möbel oder Fensterbank stößt.

Altbau, Sondermaße und Kürzen

In Altbauten entsprechen Öffnungen oft nicht der Norm. Kleinere Abweichungen gleichen Sie mit der Zarge aus. Vergrößern Sie eine Öffnung nicht auf eigene Faust: Bei tragenden Wänden entscheidet nach sanier.de ein Statiker. Gekürzte Türen und Sondermaße müssen Sie ausbauen und ausmessen. Wird nach neuem Bodenbelag nur das Blatt angepasst, siehe Zimmertür kürzen und Zimmertür schleift oder klemmt.

Häufige Fehler

Passend zum Bedarf

Zimmertür mit Zarge ersetzen

Worauf achten: Türblatt-Nenngröße und Anschlag (DIN links oder rechts) passend zur Messung, Zarge mit Verstellbereich für Ihre Wandstärke

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Genau messen

Worauf achten: Gliedermaßstab oder Rollmaßband mit mm-Teilung sowie Wasserwaage 60 bis 100 cm

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Zarge ausrichten

Worauf achten: Türspreizen und Holzkeile, Zargenspreize verstellbar bis passende Breite

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Häufige Fragen

Welche Standardmaße haben Zimmertüren in Deutschland?

Nach sanier.de sind Türblätter mit 735, 860 und 985 mm Breite sowie 1.985 und 2.110 mm Höhe üblich; 610 mm gilt als unkomfortabel schmal.

Wie groß muss die Maueröffnung für eine 860er-Tür sein?

Mindestens 875 × 2.000 mm, laut DIN-Angabe der Quelle 885 × 2.005 mm. Der Zargendurchgang ist dann 813 × 1.966 mm.

Wie erkenne ich DIN links oder DIN rechts?

Sie stehen vor der geschlossenen Tür, die zu Ihnen hin aufgeht. Liegen die Bänder rechts, ist es DIN rechts, liegen sie links, DIN links. Die Aufgehrichtung selbst zählt nicht.

Was ist bei Wandstärken zu beachten?

Messen Sie die Wandstärke an sechs Stellen und nehmen Sie den größten Wert. Rechnen Sie Putz und Fliesen ein. Die Verstellbereiche der Zargen sind nicht genormt; prüfen Sie das Datenblatt.

Quellen

  1. sanier.de: Türen richtig planen – Normen und Maße (Türblatt, Zargendurchgang, Maueröffnung, Toleranzen, Grundmodul 12,5 cm)
  2. sanier.de: Ausmessen von Tür und Zarge (Messen im Rohbau, Wandstärke, DIN links/rechts)
  3. sanier.de: Türzargen einbauen (Normierung nach DIN 18101, Rohbaumaß, Wandstärke)
  4. sanier.de: Türanschlag links oder rechts (Regel DIN links/rechts)

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