Akku-Laufzeitrechner: Wie lange hält Ihr Werkzeugakku?
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Spannung, Amperestunden und Werkzeug eingeben: Der Rechner zeigt Wattstunden, Arbeitszeit je Akku, Ladezeit und die Zahl der Akkus, die Sie für durchgehendes Arbeiten brauchen.
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So rechnet der Akku-Laufzeitrechner
Die Energie eines Akkus steht in Wattstunden (Wh). Sie ergibt sich aus Spannung mal Kapazität: Wh = V × Ah. Ein Akku mit 18 V und 5 Ah speichert 90 Wh; das Datenblatt eines solchen Akkus nennt 18 V, 5 Ah und ein Gewicht von 0,62 kg. Amperestunden lassen sich nur bei gleicher Spannung vergleichen: Ein 12-V-Akku mit 3 Ah (36 Wh) hat nur halb so viel Energie wie ein 18-V-Akku mit 4 Ah (72 Wh).
Vom Nennwert zieht der Rechner 15 % ab. Der Akku schaltet vor dem völligen Entladen ab, und nicht die ganze Energie kommt als Arbeit am Werkzeug an. Die nutzbare Energie teilt er durch die mittlere Leistungsaufnahme des Geräts. Das ergibt die Zeit, in der das Gerät läuft. Weil Sie nie ununterbrochen schrauben oder sägen, teilt er diese Zeit noch durch die Einschaltdauer und erhält die Arbeitszeit mit Pausen.
Rechenbeispiel (Voreinstellung): 18 V × 4 Ah = 72 Wh, davon 85 % = 61,2 Wh nutzbar. Ein Bohrschrauber mit 120 W im Betrieb läuft damit 61,2 ÷ 120 = 0,51 Stunden, also rund 31 Minuten. Bei 30 % Einschaltdauer sind das 0,51 ÷ 0,3 = 1,7 Stunden Arbeitszeit, also 1 Std. 42 Min. je Akku und 3 Std. 24 Min. mit zwei Akkus. Die Ladezeit schätzt der Rechner mit Kapazität ÷ Ladestrom × 1,1: 4 Ah ÷ 2 A × 1,1 = 2,2 Stunden. Für durchgehendes Arbeiten brauchen Sie dann 1 + aufgerundet (132 ÷ 102) = 3 Akkus.
Wie zuverlässig sind die Zahlen? Die Leistungsaufnahmen in der Werkzeugliste sind grobe Richtwerte für den Heimwerker-Alltag und beruhen auf eigenen Annahmen, nicht auf Herstellerangaben. Sie hängen stark von Material, Anpressdruck und Gerät ab und können um mehr als den Faktor 2 abweichen. Für die Ladezeit nennt ein Hersteller-Starterset mit einem 2-Ah- und einem 4-Ah-Akku und einem Standardladegerät 65 und 116 Minuten bis voll; die Näherung des Rechners liegt etwas darüber. Das Ladegerät Ihres Akkus gibt die genaue Zeit an.
Häufige Fehler bei der Akku-Wahl
- Ah ohne Volt vergleichen. Erst Wattstunden zeigen, welcher Akku mehr Energie hat. Steht auf der Verpackung „20 V max.“, rechnen Sie mit der Nennspannung, die auf dem Akku selbst oder im Datenblatt steht.
- Für alle Geräte denselben Akku planen. Ein kleiner Akku reicht für den Akkuschrauber, hält aber an der Handkreissäge oder dem Winkelschleifer nur Minuten. Der Verbrauch hängt vom hungrigsten Gerät ab, das Sie betreiben. Die Herstellerseite ordnet 2,0 Ah leichteren Arbeiten zu und 4,0 Ah umfangreicheren Projekten.
- Eine große statt zwei kleinere Akkus kaufen. Mit zwei Akkus und einem Ladegerät laden Sie, während Sie arbeiten. Das Gerät bleibt leichter, und der Rechner zeigt, ab wann ein dritter Akku nötig wird.
- Akkus leer lagern oder dauerhaft am Netz lassen. Wie Sie Akkus laden und lagern, steht im Ratgeber Werkzeugakkus richtig laden und lagern.
Häufige Fragen
Wie viele Wattstunden hat ein 18-V-Akku mit 4 Ah?
72 Wh: 18 V × 4 Ah. Nutzbar sind davon im Rechner 85 %, also rund 61 Wh. Ein 5-Ah-Akku hat 90 Wh, ein 6-Ah-Akku 108 Wh.
Wie lange hält ein Akkuschrauber-Akku mit 2 Ah?
Bei 18 V sind das 36 Wh, nutzbar etwa 31 Wh. Mit 60 W Leistungsaufnahme läuft ein Akkuschrauber damit etwa 30 Minuten, bei 25 % Einschaltdauer reicht das für rund zwei Stunden Arbeit. Das ist ein Richtwert; Möbelmontage und Dielenschrauben verbrauchen sehr unterschiedlich.
Warum ist die Laufzeit an Säge und Winkelschleifer so kurz?
Diese Geräte ziehen im Betrieb ein Vielfaches der Leistung eines Akkuschraubers. Bei gleicher Energie sinkt die Laufzeit im gleichen Verhältnis: Bei 800 W läuft ein 72-Wh-Akku nur etwa 4 bis 5 Minuten am Stück.
Wie viele Akkus brauche ich für einen ganzen Arbeitstag?
Der Rechner nennt die Mindestzahl für durchgehendes Arbeiten mit einem Ladegerät. Planen Sie lieber einen Akku mehr ein, wenn Sie draußen bei Kälte arbeiten oder die Akkus schon mehrere Jahre alt sind.