Ausgleichsmasse berechnen: Wie viele Säcke brauchen Sie?
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Raummaße und mittlere Schichtdicke eingeben, Verbrauch vom Sack übernehmen: Der Rechner zeigt Säcke, Anmachwasser und Grundierung und vergleicht die Schichtdicken von 1 bis 10 mm.
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So rechnet der Ausgleichsmasse-Rechner
Der Bedarf ergibt sich aus drei Zahlen: Fläche in m², mittlere Schichtdicke in mm und Verbrauch in kg je m² und Millimeter. Fläche × Schichtdicke × Verbrauch ist das Gewicht des Pulvers. Viele Merkblätter für Ausgleichsmassen nennen etwa 1,5 kg je m² und mm, andere etwa 1,6 kg; Spachtelmassen für dickere Schichten haben abweichende Werte. Tragen Sie darum den Wert von Ihrem Sack ein. Die Sackzahl wird aufgerundet. Dazu kommen wahlweise 5 oder 10 % Reserve, weil im Rührbehälter und an den Rändern immer etwas hängen bleibt.
Das Anmachwasser steht ebenfalls auf dem Sack: Ein Merkblatt nennt zum Beispiel 6,25 bis 6,5 Liter je 25 kg, ein anderes 5,75 Liter. Halten Sie sich an die Angabe, denn zu viel Wasser schwächt die Masse und verändert das Fließverhalten. Die Grundierung wird in g je m² angegeben. Ein Herstellerdatenblatt nennt für ein Konzentrat verdünnt (1 Teil Konzentrat, 2 Teile Wasser) etwa 40 bis 50 g je m² Konzentrat, unverdünnt etwa 80 bis 120 g je m².
Rechenbeispiel: Raum 4,5 × 3,5 m = 15,75 m². Mittlere Schichtdicke 3 mm, Verbrauch 1,5 kg/m²/mm: 15,75 × 1,5 × 3 = 70,9 kg. Mit 5 % Reserve sind es 74,4 kg, das sind drei 25-kg-Säcke (75 kg). Wasser: 3 × 6 Liter = 18 Liter. Grundierung bei 100 g/m² und einem Auftrag: 1,6 kg. Genau diese Werte zeigt der Rechner beim Aufruf.
Die Schichtdicke richtig bestimmen
Die Schichtdicke ist die ungenaueste Zahl der Rechnung. Legen Sie ein 2-m-Richtscheit oder eine lange Wasserwaage in mehreren Richtungen auf den Boden und messen Sie mit dem Zollstock die Lücke darunter. Tragen Sie den Mittelwert ein, nicht die tiefste Stelle. Eine einzelne tiefe Mulde füllen Sie vorab mit Reparaturmörtel, sonst verbrauchen Sie viele Säcke für ein kleines Loch. Typische Spanne für selbstverlaufende Ausgleichsmassen: 1 bis 10 mm; auf Parkett und nicht saugenden Untergründen verlangt ein Hersteller mindestens 2 mm.
Häufige Fehler beim Ausgleichen
- Ohne Grundierung gießen. Saugende Untergründe wie Zementestrich müssen grundiert werden, sonst zieht der Untergrund das Wasser aus der Masse und es bilden sich Blasen und Risse.
- Den Randdämmstreifen vergessen. Ohne Streifen an den Wänden überträgt der Boden Spannungen. Prüfen Sie ihn vor dem Spachteln.
- Feuchten Untergrund überspachteln. Der Untergrund muss dauertrocken sein. Wie Sie das messen, steht im Ratgeber Estrich: Restfeuchte und CM-Messung.
- Zu knapp kaufen. Eine unterbrochene Fläche zeigt später Ansätze. Ein Sack Reserve ist günstiger als eine Nachlieferung.
- Alte Kleberreste ignorieren. Teppich- und Vinylkleber müssen entfernt oder fest verankert sein; siehe Teppichkleber entfernen.
Häufige Fragen
Wie viel Ausgleichsmasse brauche ich für 20 m²?
Bei 3 mm Schichtdicke und 1,5 kg je m² und mm sind es 90 kg, mit 5 % Reserve rund 95 kg, also vier 25-kg-Säcke. Bei 5 mm sind es 150 kg, mit Reserve etwa 158 kg, also sieben Säcke.
Wie dick darf Ausgleichsmasse aufgetragen werden?
Das hängt vom Produkt. Für viele selbstverlaufende Massen gelten 1 bis 10 mm. Manche Produkte erlauben dickere Schichten nur mit Sandzugabe (ein Merkblatt nennt 10 bis 30 mm gestreckt). Maßgeblich ist das Technische Merkblatt Ihres Produkts.
Muss ich vor der Ausgleichsmasse grundieren?
In der Regel ja. Zement- und Calciumsulfatestrich, Beton und andere saugende Untergründe werden mit der vom Hersteller genannten Grundierung vorbehandelt. Welches Produkt und in welchem Mischungsverhältnis, steht im Merkblatt der Ausgleichsmasse.
Wann kann ich nach dem Ausgleichen den Belag verlegen?
Die Begehbarkeit liegt je nach Produkt bei etwa 2 bis 6 Stunden. Belegreif ist die Masse oft nach 24 Stunden bis 48 Stunden, bei dickeren Schichten später. Ein Merkblatt nennt bis 5 mm etwa 24 Stunden und bis 10 mm etwa 48 Stunden. Lesen Sie die Angaben Ihres Herstellers.
Quellen
- Technisches Merkblatt Ausgleichsmasse 1–10 mm: ca. 1,5 kg/m² je mm, 6,25–6,5 l Wasser je 25 kg, belegreif nach ca. 24/48 h (WAKOL Z 636)
- Technisches Merkblatt Ausgleichsmasse: 1–10 mm, gestreckt mit Sand bis 30 mm, 5,75 l Wasser je 25 kg (WAKOL Z 615)
- Technisches Merkblatt Dispersionsgrundierung: Verbrauch verdünnt 40–50 g/m², unverdünnt 80–120 g/m² (WAKOL D 3004)
- sanier.de: Rechner für Ausgleichsmasse (Fläche × Schichtdicke × 1,5 kg/m²/mm, 1–10 mm, Säcke aufrunden)