Silikonrechner: Wie viele Kartuschen brauchen Sie?
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Fugenlänge, Breite und Tiefe eingeben: Der Rechner zeigt den Silikonbedarf in Millilitern, die Zahl der Kartuschen und die Länge der Rundschnur für tiefe Fugen.
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So rechnet der Silikonrechner
Der Querschnitt der Fuge bestimmt den Verbrauch. Ein Millimeter Breite mal ein Millimeter Tiefe mal ein Meter Länge sind 1.000 mm³, also genau 1 ml. Daraus folgt: Breite in mm × Tiefe in mm = Verbrauch in ml je Meter Fuge. Bei einer Dreiecksfuge (Kehle) halbiert sich der Wert. Diese Formel nennt auch das Datenblatt eines Sanitärsilikons: „Quadratische Querschnitte: Breite × Tiefe = ml/Meter, Dreiecksfugen: 0,5 × Breite × Tiefe“.
Die Gesamtmenge ist Fugenlänge mal Verbrauch je Meter, dazu kommt ein Zuschlag von meist 10 % für Düsenrest, Anfang und Ende der Raupe und unebene Fugen. Geteilt durch den Inhalt der Kartusche (meist 300 oder 310 ml) ergibt sich die Zahl der Kartuschen, aufgerundet.
Rechenbeispiel mit den Voreinstellungen: 5 m Fuge, 6 mm breit, 6 mm tief: 6 × 6 = 36 ml je Meter, mal 5 m sind 180 ml. Mit 10 % Zuschlag sind es 198 ml. Das entspricht 0,64 Kartuschen, Sie kaufen also eine Kartusche und behalten rund 112 ml Rest.
| Querschnitt | ml je Meter | Meter je 310-ml-Kartusche (ohne Zuschlag) |
|---|---|---|
| Rechteck 5 × 5 mm | 25 | 12,4 |
| Rechteck 6 × 6 mm | 36 | 8,6 |
| Rechteck 8 × 8 mm | 64 | 4,8 |
| Rechteck 10 × 8 mm | 80 | 3,9 |
| Rechteck 10 × 10 mm | 100 | 3,1 |
| Dreieck 6 × 6 mm | 18 | 17,2 |
| Dreieck 10 × 10 mm | 50 | 6,2 |
Zum Vergleich: Ein Hersteller gibt für seine 310-ml-Kartusche bei 5 × 5 mm rund 12 m, bei 10 × 10 mm rund 3 m und bei einer Dreiecksfuge von 5 × 5 mm rund 24 m an. Die Werte sind leicht abgerundet und stimmen mit der Formel überein.
Welche Fugenmaße sind üblich?
In Sanitärfugen sind Breiten von etwa 5 bis 10 mm und Dichtstofftiefen von 5 bis 8 mm verbreitet, ein Hersteller von Duschflächen nennt genau diese Spannen. Das Datenblatt eines Sanitärsilikons erlaubt Fugenbreiten bis 30 mm und verlangt eine Tiefe von mindestens 5 mm; bei Acrylwannen werden mindestens 8 mm empfohlen. Das Silikon darf nur an den beiden Flanken haften, nicht am Fugengrund (Dreiflankenhaftung). Dafür sorgt bei tieferen Fugen eine Rundschnur aus geschlossenzelligem Polyethylen. Ihr Durchmesser soll etwa ein Viertel bis die Hälfte größer sein als die Fugenbreite, damit sie sich leicht einpressen lässt und fest sitzt.
Wie viel Bewegung eine Fuge aufnimmt, hängt von der Breite ab: Das genannte Datenblatt gibt eine Dehnfähigkeit von etwa 25 % der Fugenbreite an, ein Fachbeitrag zu Sanitärfugen eine zulässige Gesamtverformung von höchstens 20 bis 25 %. In einer 8 mm breiten Fuge sind das rund 2 mm Bewegung.
Häufige Fehler bei der Mengenplanung
- Nur eine Seite gemessen. Wanne, Dusche und Waschbecken haben mehrere Fugenstrecken, dazu kommen senkrechte Wandecken. Messen Sie alle Strecken und addieren Sie sie.
- Die Düse zu weit aufschneiden. Eine große Öffnung bringt mehr Silikon in die Fuge als nötig und verbraucht die Kartusche schneller. Schneiden Sie die Düse etwa 2 mm weiter auf als die Fugenbreite.
- Tiefe nicht begrenzen. Wer eine tiefe Fuge komplett mit Silikon füllt, verbraucht ein Vielfaches und erhält eine schlechtere Fuge. Rundschnur spart Material und trennt den Fugengrund ab.
- Ohne Zuschlag rechnen. Wenn die Rechnung knapp unter einer ganzen Kartusche liegt, reicht sie in der Praxis oft nicht. Kaufen Sie lieber eine zusätzliche Kartusche.
Wie Sie alte Fugen entfernen und neu ziehen, zeigt das Projekt Silikonfuge erneuern. Ob Silikon oder Acryl das passende Material ist, klärt der Vergleich Silikon oder Acryl.
Häufige Fragen
Wie viel Silikon brauche ich für eine Badewanne?
Bei einer Wanne von 170 × 75 cm in der Nische sind es 1,70 m Längsseite und zweimal 0,75 m Stirnseite, zusammen 3,2 m. Mit 6 × 6 mm sind das 115 ml, mit 10 % Zuschlag etwa 127 ml. Eine Kartusche genügt deutlich. Bei einer Acrylwanne mit 6 × 8 mm Fuge sind es 48 ml je Meter, für dieselben 3,2 m also rund 169 ml mit Zuschlag; auch das schafft eine Kartusche.
Reicht eine Kartusche für das ganze Bad?
Das hängt von der Fugenlänge ab. Beispiel: Wanne 3,2 m, zwei senkrechte Wandecken je 2,1 m und ein Waschbecken mit 0,6 m ergeben 8 m. Bei 6 × 6 mm sind das 288 ml, mit Zuschlag 317 ml. Das ist knapp mehr als eine 310-ml-Kartusche, Sie brauchen also zwei.
Warum steht auf der Kartusche eine andere Meterzahl?
Hersteller rechnen mit einem bestimmten Fugenquerschnitt und runden ab. Maßgeblich ist Ihr eigener Querschnitt. Messen Sie Breite und Tiefe an mehreren Stellen und rechnen Sie mit dem größeren Wert.
Muss ich die Rundschnur mitrechnen?
Nur wenn die Fuge tiefer ist als die gewünschte Silikonschicht. Die Rundschnur ersetzt dann das Silikon im Fugengrund. Der Rechner zeigt Länge und Durchmesser an, wenn Sie das Feld ankreuzen.
Quellen
- Technisches Datenblatt Sanitär-Silikon, 310 ml: Verbrauch je Kartusche, Dehnfähigkeit etwa 25 %, Rundschnur (Ardex)
- Technisches Datenblatt Sanitär-Silikon, 300 ml: Verbrauchsformel, Fugenbreite bis 30 mm, Mindesttiefe, Acrylwannen (Henkel)
- Montagehinweise Fugenausbildung bei Duschflächen: Fugenbreite 5–10 mm, Dichtstofftiefe 5–8 mm, Hinterfüllmaterial (Geberit)
- Haustechnikdialog: Fugen im Sanitärbereich (Wartungsfuge, Dreiflächenhaftung, Hinterfüllmaterial)