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Projekt

Gartenweg pflastern: Anleitung, Materialliste und Kosten

Aktualisiert am

Ein Weg von 6 × 1,2 m aus Betonpflaster: Aushub, verdichtete Tragschicht, Randsteine, Splittbett, Verlegen und Fugen. Mit Mengen, Kosten und Hinweisen zum Verleihen der Rüttelplatte.

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Geschätztes Budget474–1.016 €
Das brauchen Sie7 Positionen
SchwierigkeitAnspruchsvoll
Zeitaufwand1 bis 2 Wochenenden

Vor dem Kauf

Mengen berechnen. Länge, Breite und Steinformat in den Pflasterrechner eingeben. Er zeigt Steine, Splitt, Schotter und Beton. Für größere Mengen Schotter oder Splitt hilft der Kies- und Schotterrechner.

Aufbau verstehen. Von oben nach unten: Pflasterstein (8 cm), Bettung aus Splitt (4 cm), Tragschicht aus Schotter (hier 18 cm), Untergrund. Die Beispielaufbauten des Betonverbands SLG für Gehwege arbeiten mit 4 cm Bettung aus Brechsand-Splitt 0/5G, 4 mm Fuge und Tragschichten von 16 bis 19 cm. Für Wege, die ein Auto befährt, reicht dieser Aufbau nicht. Dafür gelten andere Dicken, die Hersteller oder ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb festlegen.

Gefälle planen. Das Wasser muss ablaufen. Üblich ist ein Quergefälle von 2 bis 3 % (2 bis 3 cm je Meter), weg vom Haus. Wie sich das in Zentimeter umrechnen lässt, zeigt der Gefälle-Rechner. Das ist ein Richtwert aus der Praxis; Vorgaben Ihres Steinherstellers haben Vorrang.

Leitungen und Vorschriften. Vor dem Graben bei Netzbetreibern nach Leitungen fragen (über das Portal BIL). Wenn Ihre Gemeinde für versiegelte Flächen Gebühren für Niederschlagswasser erhebt, kann ein gepflasterter Weg Auswirkungen auf die Abrechnung haben. Fragen Sie bei der Gemeinde nach. Mieter und Wohnungseigentümer: Ein gepflasterter Weg ist eine bauliche Veränderung und braucht die Zustimmung von Vermieter oder Eigentümergemeinschaft.

Staub, Lärm und schwere Lasten. Beim Schneiden von Betonsteinen entsteht Quarzstaub: nass schneiden oder absaugen und mindestens eine Halbmaske mit P2-Filter tragen (BG BAU). Rüttelplatte und Winkelschleifer sind laut; in der Arbeitswelt gilt ab 80 dB(A) Gehörschutz zur Verfügung stellen, ab 85 dB(A) Tragepflicht. Tragen Sie bei Rüttelplatte und Schneiden Gehörschutz, Schutzbrille und festes Schuhwerk. Pflastersteine heben Sie aus den Beinen und nicht mit rundem Rücken.

Das brauchen Sie

Betonpflaster 20 × 10 × 8 cm, je m² (etwa 47 Steine) × 8

20–42 €

Für 7,2 m² Weg mit 5 % Verschnitt ergeben sich rund 7,6 m². Gerechnet wird mit 8 m². Die genaue Stückzahl liefert der Pflasterrechner.

Worauf achten: Rastermaß 20 × 10 cm, Dicke 8 cm, mit Abstandhaltern (Fasen), für Fußgänger geeignet; mehrere Paletten aus derselben Charge

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Bettungssplitt, gebrochen, Körnung 0 bis 5 mm, etwa 0,5 t

40–100 €

Die 4 cm dicke Bettung trägt die Steine und gleicht Unebenheiten aus. Gebrochenes Material verzahnt sich; Rundkorn und Sand tun das nicht.

Worauf achten: Brechsand-Splitt-Gemisch, Lieferkörnung 0/5G, gebrochen, frei von Lehm und Feinteilen; als Sack (25 kg) oder Big Bag

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Schotter für die Tragschicht, Körnung 0/32 oder 0/45, etwa 2,5 t × 3

25–55 €

Die 18 cm dicke Tragschicht aus Schotter trägt den Weg und leitet Wasser ab. Der Preis gilt je Tonne; Lieferung kostet extra. Händler liefern Schüttgut auch direkt.

Worauf achten: Gesteinskörnungsgemisch, frostbeständig, Körnung nach Händlerangabe; kein Recyclingmaterial mit unklarer Herkunft

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Randsteine (Rasenkantensteine) 100 × 25 × 5 cm × 12

4–9 €

Sie halten die Pflasterfläche seitlich zusammen. Ohne Randeinfassung wandern die äußeren Steine nach außen.

Worauf achten: Betonrandstein, Länge 100 cm, Höhe passend zur Steindicke plus Bettung

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Beton für Randsteinfundament, Trockenbeton 25 kg × 30

4–8 €

Rund 360 Liter Beton für Fundament und Rückenstütze, etwa 15 × 20 cm je Meter. Die Ausbeute je Sack steht auf der Verpackung.

Worauf achten: Festigkeitsklasse mindestens C20/25, trockene Mischung zum Anrühren mit Wasser

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Fugenmaterial, Fugensand 0 bis 2 mm, 25 kg × 2

8–16 €

Der Sand wird eingekehrt und füllt die Fugen. Nach dem Abrütteln und nach Regen sackt er nach.

Worauf achten: gebrochenes, gewaschenes Material, kein Sand mit Lehmanteil

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Abziehlatte Aluminium 2 m mit Führungsschienen

15–35 €

Mit der Latte ziehen Sie die Splittbettung auf gleichmäßige Dicke ab. Als Führung dienen zwei Rohre oder Latten.

Worauf achten: gerade Alu-Hohlprofillatte 2 m, Rohre 25 mm als Schienen

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Praktisch, aber optional

Unkrautvlies oder Geotextil, 1,5 × 10 m

10–25 €

Trennt Untergrund und Schotter, damit sich weicher Boden nicht in die Tragschicht drückt. Nützlich bei lehmigem oder feuchtem Boden.

Worauf achten: Geotextil, wasserdurchlässig, Gewicht ab 150 g/m²

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Gummimatte für die Rüttelplatte

15–40 €

Schützt die Oberfläche der Steine beim Abrütteln vor Kratzern und Absplitterungen.

Worauf achten: Passend zur Plattengröße der Rüttelplatte, die Sie leihen; Verleiher fragen

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Steinschneider-Trennscheibe, Diamant, 125 mm

10–25 €

Für Passsteine, die Sie mit dem Winkelschleifer (Nassschnitt oder mit Absaugung) schneiden.

Worauf achten: Diamant-Trennscheibe für Beton und Stein, passend zum Winkelschleifer

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Werkzeug

Schritt für Schritt

  1. Verlauf abstecken. Pflöcke und Schnur markieren die Außenkanten, Breite 1,2 m plus je 15 cm für die Randsteine. Das Höhenniveau mit der Schnur festlegen: Der Weg muss unter Türschwellen und Putzsockeln liegen, mit Gefälle vom Haus weg.
  2. Aushub. Mutterboden und Rasensoden auf 30 cm Tiefe abtragen (8 cm Stein + 4 cm Splitt + 18 cm Schotter). Das ergibt bei 7,2 m² gut 2 m³ Aushub. Die Sohle im vorgesehenen Gefälle formen und von Wurzeln und Steinen befreien.
  3. Planum verdichten. Die Sohle mit der Rüttelplatte überfahren, bis sie fest und eben ist. Bei weichem Boden ein Geotextil auslegen.
  4. Tragschicht einbauen. Den Schotter in zwei Lagen von je etwa 9 cm einbringen, leicht anfeuchten und jede Lage mit der Rüttelplatte mehrfach verdichten. Die Höhe mit Schnur und Richtlatte prüfen. Fachbetriebe prüfen die Tragfähigkeit mit einem Plattendruckversuch; die SLG-Beispiele nennen einen Ev2-Wert von mindestens 80 MN/m².
  5. Randsteine setzen. Beton anrühren, ein 15 cm tiefes Fundamentbett in den Graben füllen und die Randsteine nach Schnur und Wasserwaage setzen. Mit dem Gummihammer klopfen und außen eine Rückenstütze aus Beton anbringen. Beton nach Angabe auf dem Sack abbinden lassen, bevor die Steine seitlich Druck bekommen.
  6. Bettung auflegen. Zwei Führungsrohre im Abstand von etwa 1 m auf den Schotter legen, Splitt dazwischen schütten und mit der Abziehlatte auf 4 cm abziehen. Rohre entfernen, Rillen mit Splitt füllen und glatt ziehen. Die abgezogene Fläche nicht mehr betreten.
  7. Steine verlegen. An einer Ecke beginnen, rechtwinklig zum Weg, im Reihenverband mit 4 mm Fugen. Die Steine von der verlegten Fläche aus setzen, nicht in den Splitt treten. Alle 2 m mit der Schnur die Flucht prüfen. Pflastersteine mit dem Gummihammer festklopfen.
  8. Passsteine schneiden. An Rändern und Anschlüssen Steine auf Maß schneiden, nass oder mit Absaugung und P2-Maske. Das kleinste Stück sollte mindestens ein Drittel der Steinlänge messen; kleinere Stücke brechen leicht.
  9. Fugen füllen und abrütteln. Fugensand dünn auf die trockene Fläche streuen und einkehren, bis alle Fugen gefüllt sind. Dann mit der Rüttelplatte und der Gummimatte abrütteln, nachkehren, noch einmal abrütteln. Überschüssigen Sand abfegen.
  10. Nacharbeiten. Nach den ersten Regentagen Fugen nachfüllen. Randsteine hinterfüllen und mit Erde oder Rasen anschließen. Aushub und Reste über den Wertstoffhof oder Container entsorgen.

Günstiger oder hochwertiger

Günstiger: Ein Weg aus Trittplatten in Kies oder Rasenfugen braucht deutlich weniger Material und keinen Pflasteraufbau. Auch ein Splittweg mit Randeinfassung ist günstiger, bleibt aber lose. Beim Kies hilft der Kies-Rechner.

Hochwertiger: Naturstein oder größere Formate mit gebundener Bauweise halten länger und sehen hochwertiger aus, verlangen aber mehr Fachkenntnis. Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb setzt sie fachgerecht.

Handwerker: Galabau-Betriebe nennen Preise je Quadratmeter, die stark nach Region und Aufwand schwanken. Verlangen Sie, dass Aushub, Tragschicht, Randsteine, Pflaster und Entsorgung im Angebot getrennt stehen, und vergleichen Sie Position für Position.

Häufige Fragen

Wie tief muss ich für einen Gartenweg ausheben?

Gesamttiefe ist Steindicke plus Bettung plus Tragschicht. Mit 8 cm Stein, 4 cm Splitt und 18 cm Schotter sind es 30 cm. Für Randsteine kommen etwa 15 cm Fundament hinzu.

Kann ich Sand statt Splitt unter die Steine legen?

Die Hersteller-Beispielaufbauten verwenden ein gebrochenes Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5G. Rundkorn-Sand verdichtet sich ungleichmäßig; die Steine können später absinken.

Brauche ich eine Rüttelplatte?

Ja, für die Tragschicht und für das Abrütteln der fertigen Fläche. Sie können sie im Baumarkt oder Geräteverleih leihen. Fragen Sie nach einer Gummimatte, damit die Steine keine Kratzer bekommen.

Wie viel Gefälle braucht der Weg?

Planen Sie 2 bis 3 % Quergefälle, vom Haus weg. Das sind 2 bis 3 cm Höhenunterschied je Meter. Das ist ein Richtwert aus der Praxis; im Zweifel zählt die Angabe Ihres Steinherstellers.

Quellen

  1. Betonverband SLG: Pflasterung von Gehwegen mit Betonsteinen (Beispielaufbauten: Bettung, Fuge, Tragschicht, Ev2 ≥ 80 MN/m²)
  2. Betonverband SLG: Handwerkliches Pflastern (Mindestgröße der Passsteine)
  3. Betonverband SLG: Ungebundene Pflasterbauweisen (Schichtaufbau)
  4. BG BAU: Staub-Flyer (Absaugung, Nassverfahren, Atemschutz P2, nicht kehren)
  5. BG BAU: Lärm (Auslösewerte 80 und 85 dB(A))
  6. BIL: Portal für Leitungsauskünfte bei Bau- und Planungsvorhaben

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