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Vergleich

Fliesenkleber C1 oder C2: Welcher passt?

Aktualisiert am

C1 und C2 unterscheiden sich in der Haftzugfestigkeit. Wann ein Standardkleber genügt, wann Sie C2 mit S1 brauchen und worauf es bei Boden, Feinsteinzeug und Fußbodenheizung ankommt.

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Was passt zu Ihnen?

Kleine bis mittlere Wandfliesen im Innenraum, fester Putz, kein WasserdauerkontaktC1 (Standard)

Hier genügt ein C1-Kleber mit Haftzug von mindestens 0,5 N/mm². Prüfen Sie, dass der Sack das Fliesenformat und den Untergrund zulässt.

Bodenfliesen, Feinsteinzeug, Bad, Fußbodenheizung, Außenbereich oder GroßformatC2 (erhöhte Anforderung)

Nehmen Sie C2 (mindestens 1 N/mm²), meist als C2 TE S1. Er hält höhere Belastungen aus, ist standfest und verformbar. Für Großformat zusätzlich auf die Formatfreigabe achten.

Unsicher oder gemischte Flächen im HausBeides geht

Der Preisunterschied je Sack ist im Verhältnis zu Fliesen und Arbeit meist gering. Mit einem C2-Kleber für den ganzen Einsatz sind Sie flexibler.

C1 (Standard) vs C2 (erhöhte Anforderung)

UnterschiedC1 (Standard)C2 (erhöhte Anforderung)
Norm und KürzelDIN EN 12004, Klasse „1“ (C1)DIN EN 12004, Klasse „2“ (C2)
Haftzugfestigkeitmindestens 0,5 N/mm²mindestens 1,0 N/mm²
Typische ZusätzeT (standfest), E (offene Zeit), F (schnell)T, E, F, oft S1 oder S2 (verformbar)
Wand, Innenraum, normal saugende Fliesenüblich geeignetgeeignet
Bodenfliesenbei kleinen Formaten auf stabilem Untergrund möglichempfehlenswert, meist als Flexkleber
Feinsteinzeug (dichte Rückseite)nicht empfehlenswertist die übliche Wahl
Fußbodenheizung und Außenbereichin der Regel nicht freigegebenmit S1 oder S2 und Freigabe laut Datenblatt
Großformat ab 60 cm Kantenicht geeignetje nach Produkt, Buttering-Floating nach Datenblatt
Preis je 25-kg-Sackmeist etwas niedrigermeist etwas höher, laut Spanne 15–35 Euro für Flexkleber
Verbrauchnach Zahnung, wie C2nach Zahnung, im Datenblatt 1,6–4 kg/m²

Was die Klassen bedeuten

Die Norm DIN EN 12004 unterscheidet bei zementären Fliesenklebern die Klassen C1 und C2. Der Unterschied liegt in der Haftzugfestigkeit: C1 verlangt mindestens 0,5 N/mm², C2 mindestens 1 N/mm². Die Prüfung findet nach mehreren Lagerungen statt, trocken, warm, im Wasser und nach Frost-Tau-Wechseln. C2 ist also nicht nur „stärker“, sondern hält auch nach Wasser und Frost mehr aus. Hinzu kommen Zusätze: T für standfest, E für verlängerte offene Zeit, F für schnell abbindend und S1 oder S2 für verformbar. Alle Kürzel erklärt der Ratgeber Welcher Fliesenkleber?

Wann C1 reicht

C1 ist der Standardkleber für Wandfliesen im Innenraum, wenn der Untergrund fest, eben, trocken und normal saugend ist. Er ist ausreichend für kleine Formate in Wohnräumen ohne dauernde Feuchtigkeit und ohne Heizung im Untergrund. Prüfen Sie auf dem Sack, welche Fliesenformate und Untergründe zulässig sind. Bei Feinsteinzeug, das kaum Wasser aufnimmt, ist die Haftung auf der Rückseite kritischer, dort lohnt sich C2.

Wann Sie C2 brauchen

C2 empfiehlt sich überall dort, wo mehr als Standard verlangt wird. Dazu gehören Bodenfliesen, Feinsteinzeug, Fliesen im Bad und in Duschen (neben der Abdichtung), Fußbodenheizung und Außenbereiche. In diesen Fällen kommt oft ein verformbarer Kleber mit S1 oder S2 hinzu: Ein Datenblatt nennt für S1 mindestens 2,5 mm, für S2 mindestens 5 mm Verformung. Ein flexibler Kleber nimmt Spannungen auf, die durch Temperaturwechsel und Bewegung des Untergrunds entstehen. Die Flexkleber, deren Datenblätter wir gelesen haben, tragen C2 mit S1 und sind für Boden, Wand, innen und außen sowie Fußbodenheizung freigegeben, das größte zulässige Fliesenformat liegt dort bei 100 × 100 cm. Ein anderes C2-Produkt ist nur bis 30 × 60 cm freigegeben, auch das lässt sich nur dem Sack entnehmen.

Preis und Verbrauch

Ein Flexkleber der Klasse C2 kostet im 25-kg-Sack etwa 15 bis 35 Euro. C1 ist meist etwas günstiger, genaue Spannen fehlen hier, weil sich die Preise je Händler unterscheiden. Im Verhältnis zu den Fliesen, die meist ein Vielfaches kosten, und zur Arbeitszeit ist der Unterschied gering. Der Verbrauch hängt von der Zahnung ab und liegt in den Datenblättern bei etwa 1,5 bis 4 kg/m². Mit dem Fliesenrechner berechnen Sie die Menge.

Worauf Sie unabhängig von der Klasse achten

Passend zum Bedarf

C1 für kleine Wandfliesen im Innenraum

Worauf achten: C1 oder C1 T, Wandfliesen bis zum zulässigen Format, 25-kg-Sack

Übliche Preisspanne: 10–25 €

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C2 flexibel für Boden, Bad und Fußbodenheizung

Worauf achten: C2 TE S1, Freigabe für Boden, Wand, Fußbodenheizung, Format auf dem Sack

Übliche Preisspanne: 15–35 €

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Häufige Fragen

Ist C2 immer besser als C1?

Für anspruchsvolle Einsätze ja, weil die Haftzugfestigkeit höher und die Prüfung strenger ist. Für kleine Wandfliesen im Innenraum ist C1 ausreichend. Die Wahl richtet sich nach Untergrund und Belastung.

Kann ich C1 auf Fußbodenheizung nehmen?

Nur, wenn der Hersteller es ausdrücklich freigibt. In der Regel brauchen Sie einen flexiblen C2-Kleber mit S1 und eine Freigabe für Flächenheizungen. Das Datenblatt entscheidet.

Was bedeutet das S bei C2 S1?

S steht für verformbar (deformierbar). S1 bedeutet nach einem Hersteller-Planer eine Verformung von mindestens 2,5 mm, S2 von mindestens 5 mm.

Brauche ich für Feinsteinzeug C2?

In der Praxis ja: Feinsteinzeug ist dicht, der Kleber haftet nur an der Oberfläche der Rückseite. Ein C2-Flexkleber mit vollflächigem Bett ist die übliche Lösung.

Quellen

  1. Sopro: Planer Fliesen und Platten (C1 ≥ 0,5 N/mm², C2 ≥ 1 N/mm², S1 ≥ 2,5 mm, S2 ≥ 5 mm nach DIN EN 12004)
  2. Leistungserklärung Fliesenkleber DIN EN 12004 C2 TE: Haftzug mindestens 1,0 N/mm² (Sakret)
  3. Datenblatt Flexkleber C2 TE S1: Boden, Wand, innen und außen, Fußbodenheizung, max. 100 × 100 cm (Hornbach)
  4. Datenblatt Dünnbettmörtel C2 TE: max. Format 30 × 60 cm, Verbrauch je Zahnung (Hornbach)

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