Fugenmörtel berechnen: Wie viel kg brauchen Sie?
Aktualisiert am
Fliesenformat, Fugenbreite und Fliesendicke eingeben: Der Rechner zeigt die Fugenlänge, den Verbrauch je Quadratmeter und die Zahl der Gebinde.
Weiter geht’s
So rechnet der Fugenmörtelrechner
Der Verbrauch hängt an der Fugenlänge je Quadratmeter, an der Fugenbreite und an der Fugentiefe. Die Fugenlänge einer Fliese mit den Seiten L und B (in cm) ist (L + B) ÷ (L × B) × 100 Meter je Quadratmeter: Je kleiner die Fliese, desto mehr Fuge. Das Volumen der Fuge ergibt sich aus Breite × Tiefe × Länge, mit der Dichte des Mörtels wird daraus das Gewicht. In Millimetern und Metern lautet die Formel: Verbrauch in kg/m² = Fugenbreite × Fugentiefe × Fugenlänge × Dichte ÷ 1.000. Mit einer Dichte von 1,5 kg/l entspricht das der Herstellerformel „Breite × Tiefe × Fugenlänge ÷ 667“.
Auf das Ergebnis schlägt der Rechner einen Zuschlag auf (Standard 20 %): Beim Abwaschen geht Material verloren, im Eimer bleibt ein Rest, und Fliesenkanten sind oft gefast. Fugentiefe ist in der Regel die Fliesendicke.
Rechenbeispiel: 12 m² Fliesen 60 × 60 cm, Fuge 3 mm, Dicke 10 mm. Fugenlänge: (60 + 60) ÷ 3.600 × 100 = 3,33 m je m². Verbrauch: 3 × 10 × 3,33 × 1,5 ÷ 1.000 = 0,15 kg/m². Mit 20 % Zuschlag 0,18 kg/m², für 12 m² also 2,2 kg. Ein Gebinde mit 5 kg reicht.
| Format | Fuge | Dicke | kg/m² mit 20 % Zuschlag | kg für 20 m² |
|---|---|---|---|---|
| 10 × 10 cm | 3 mm | 7 mm | 0,76 | 15,1 |
| 15 × 15 cm | 3 mm | 8 mm | 0,58 | 11,5 |
| 20 × 20 cm | 3 mm | 8 mm | 0,43 | 8,6 |
| 7,5 × 30 cm (Metro) | 3 mm | 8 mm | 0,72 | 14,4 |
| 30 × 30 cm | 3 mm | 9 mm | 0,32 | 6,5 |
| 30 × 60 cm | 3 mm | 9 mm | 0,24 | 4,9 |
| 60 × 60 cm | 3 mm | 10 mm | 0,18 | 3,6 |
| 60 × 60 cm | 2 mm | 10 mm | 0,12 | 2,4 |
| 60 × 120 cm | 2 mm | 10 mm | 0,09 | 1,8 |
Zur Kontrolle: Ein Hersteller nennt für Fliesen 30 × 30 cm mit 3 mm Fuge rund 0,25 kg/m², ein anderer für 15 × 15 oder 15 × 20 cm mit etwa 3 mm Fuge 0,5 bis 0,7 kg/m². Die Formel liegt in genau diesem Bereich.
Häufige Fehler bei der Fugenmenge
- Die Fliesendicke ignorieren. Dicke Fliesen und Außenplatten (20 mm) brauchen doppelt so viel Mörtel wie dünne Wandfliesen.
- Mit der Dichte falsch rechnen. Epoxidfugen und zementäre Fugen unterscheiden sich im Gewicht. Nehmen Sie den Wert aus dem Merkblatt, wenn er dort steht.
- Zu große Gebinde kaufen. Angebrochener Zementmörtel härtet bei Feuchtigkeit aus. Bei kleinen Flächen genügt ein kleines Gebinde. Eine Reserve für spätere Ausbesserungen ist trotzdem sinnvoll.
- Fugen zu schmal planen. Die zulässige Fugenbreite steht auf dem Merkblatt. Zwischen 2 und 5 mm decken viele Produkte ab, breitere Fugen brauchen einen dafür freigegebenen Mörtel.
Häufige Fragen
Wie viel Fugenmörtel brauche ich pro m²?
Das hängt vom Format ab: Bei Fliesen 60 × 60 cm und 3 mm Fuge sind es rund 0,15 kg/m², bei 30 × 30 cm rund 0,27 kg/m² und bei Mosaik oder 10 × 10 cm über 0,6 kg/m², jeweils ohne Zuschlag.
Reicht ein 5-kg-Sack für 20 m²?
Bei großen Fliesen ab 60 × 60 cm mit 2 bis 3 mm Fuge ja, bei 30 × 30 cm eher knapp, bei kleineren Formaten nicht. Rechnen Sie mit dem Rechner nach.
Wie tief muss die Fuge sein?
Die Fuge wird bis auf den Kleber gefüllt, die Tiefe entspricht also der Fliesendicke. Ein Hersteller von Epoxidfugen nennt eine Mindesttiefe von 3 mm.
Quellen
- Technisches Merkblatt zementärer Fugenmörtel CG1, 2–5 mm: Verbrauch 0,5–0,7 kg/m², Formel Breite × Tiefe × Fugenlänge ÷ 667 (Sopro Bauchemie, Racofix)
- Datenblatt Fugenmörtel CG 2 WA, Fugenbreite 2–30 mm: Verbrauch je Fliesenformat (Lugato)
- Datenblatt Fugenmörtel CG 2 WA, Fugenbreite 2–15 mm: Verbrauch 0,25–1,4 kg/m² (FFM Strasser)
- Datenblatt Epoxidfugenmörtel (RG), Fugenbreite 2–20 mm, Mindesttiefe 3 mm (Sika)